Avatar- Der Konzertbericht

Das letzte Deutschland Konzert der Göteborger in Bochum. Matrix-Rockpalast. Ungefähr 20:oo Uhr und der Wahnsinn beginnt. Wer die letzte Band aus Schweden nicht kennt, der hat was verpasst. Ich kenne keine anderen bekennenden Weinliebhaber die mehr Rock `n Roll im Blut haben als Jimmy Hendrix. Dabei hauen die “Jungs mit InstrumentenIMG_0638” ordentlich in die Saiten und scheuen sich nicht, sich von ihrer besten Rockstar-Manier zu zeigen  Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Groupies in den ersten Reihen um den Verstand gebracht werden. “The Last Band” ist eine Göteborger Harcore-Hardrock-Punk Band.

Das verzerrte Gitarrenspiel verliert sich im  dröhnenden Hardrock Sound. Eine Fusion mit der gewaltigen, rauchigen-punk-rock Stimme des Frontmans ergibt dies ein perfektes Zusammenspiel für einen harten Rocksound. Es passt an allen Ecken und Kanten. Und die Meute rastest gnadenlos aus. Getreu dem Motto die Letzten werden die Ersten sein, reißen die fünf adretten Herren den Laden in Schutt und Asche. Es fehlt eigentlich nur noch Whisky, Koks und “skinny Bitches” um dem ganzen Rockstarattitüden Ding einen oben drauf zu setzen.

Hier ein kurzes Schmankerl, die Single “The Hunt” von dem neuen Album “The Fall”. Für die die blöderweise nicht wissen wie geil diese Band ist:

 

…This evening, we proudly present the Band “Avatar”:

Nach einem grandiosen Interview mit Johannes von Avatar erfreuen wir uns an den zarten Klängen “For the Swarm” , die am elektrisierenden, schmeißenden Sound von “The Last Band” anknüpfen. Gepaart mit tiefen Metalriffs und dem durchdachten Konzeptalbum “Feathers and Flesh” im Gepäck, performen die fünf Göteborger eine düstere Zirkus-Horror Show. Da gibt’s nicht nur was für die Ohren, sondern auch was für`s Auge.

Bewundernswert ist die durchweg grandiose professionelle Show. Vom Setup bis zur Bühnenperformance, war alles sehr durchdacht. Der mutierte Horror-Clown Johannes führt in typischer  Zirkus  Parakommunikation durch die Show. Durch ihre Kostümierung erscheint es so, als hätte die Band ihr Äußeres gefunden. Johannes sagte dazu: “Aber als die Schminke auf mein Gesicht gemalt worden ist, hat es sofort “Klick” gemacht. Das ganze Gefühl hat sofort gepasst – wir haben so zu sagen unser Äußeres gefunden.”   CLA_3741

Musikalisch können sich die Jungs mehr als hören lassen. Das Publikum fügt sich bestens ein in den Bann Avatar`s. Die Setlist ist ein buntes Potpourri aus aktuellen wie alten Songs.  Das Publikum widmet sich dem dringenden Bedürfnis den Song “Tsar Bomb” durch zahlreiche Zwischenrufe. Diesem mahnenden Wunsch nicht nachzukommen, hätten sicherlich einige dazu ermuntert eine gedankliche “Tsar Bomb” auf die Matrix zu schießen. Ich glaubte bis dahin nicht, dass diese elektrisierende Stimmung noch potenziert werden kann.

Nach einem wunderbaren, interessanten und charmanten Interview dachte ich allerdings nicht, dass die Musik mir wirklich gefallen könnte. Aber diese Band ist eine der besten Livebands nach meinen Kriterien: Zum einen ist mir wichtig, dass alles irgendwie Hand und Fuß hat, harmonisch aufeinander abgestimmt, und gleichzeitig Offenherzigkeit  gegenüber Wünschen aus dem Publikum zeigt. Aber am wichtigsten ist immer noch der Sound und der ist unfucking fassbar brachial – herzlich. Die dröhnenden Metalelemente durchdringen alles und schließen den Rahmen dieses fulminanten Sounds.

Ladies and Gentleman …. everything is going to be ok…:

Ein kleiner Vorgeschmack auf das nächste Avatar Konzert: