Kála, Anorak und December Youth

Das Post-Hardcore Quintett aus Innsbruck gastierte in “The Tube Club” in Düsseldorf zusammen mit “Anorak” & “December Youth”. Ein Shake-Hands Lineup gediegener Post-Hardcore Bands.

Die Düsseldorfer Band “December Youth” lieferte den Auftakt des Abends. Ihre musikalische Leistung ist solide, während der Gesang unterirdisches Niveau offenbarte. Dennoch heizten die fünf den kleinen Club ganz gut auf. Das Tube ist so klein, dass fünf Musiker nicht auf eine Bühne passen, es sei denn es bewegt sich keiner. So blieb den Sängern der Bands nichts anderes übrig, als vor der Bühne ihre Performance weiterzuführen. Somit entstand eine wundervolle Nähe zum Publikum, die der Szene gerecht wird.

Die aufsteigenden Kála`s aus Österreich brachten den kleinen aber feinen Haufen von Zuschauern zum kochen. Ihre Live Performance ist definitiv ein Muss, und beweist einmal wieder, dass es Hardcore Bands gibt, die mehr als nur Schreien können. Melodisch, hart, herzlich und dramatisch zugleich beschreibt die grundlegenden Gefühlsregungen des Sounds dieser großartigen Band. Ihr Vergleich mit “La Dispute” ist musikalisch definitiv nachzuvollziehen. Während der kleine Frontmann von der Menge verschluckt wurde, haute sein kraftvolles Gesangsorgen die Silben der zweiten und ersten EP  doppelt und dreifach einem um die Ohren, so dass auch der letzte in dem Club erreicht wurde.

Die Spitze des fulminanten Abends bildet “anorak” aus Köln. Diese Jungs haben es wirklich in sich. Mit einer Mischung aus Hardcore und Independent angehauchten Elementen runden das Hardcore Ensemble ab. Sie waren der logisch Anschluss an Kála. Ähnlicherweise hauen die Jungs von “anorak” melodisches und hartes Spiel zueinander. Ein laut und leise der speziellen Art verkörpert den Sound von “anorak”. Indielastige Spielarten erzeugen einen leicht progressiven Sound, der aber dennoch zwischen laut und leise unterscheiden kann.  Der Abend hat seinen Höhepunkt erreicht und wie heißt es so schön, man soll immer gehen wenn es am schönsten ist.

Auf ein Bier und einen Blick solltet ihr Augen und Ohren offen halten, um “Kála” und “Anorak” einmal live zu erleben. Es lohnt sich.

Hört! Kála – Tristess:

Hört! Anorak – Morning View:

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