Fotogalerie: Psy-Fest Kamen

Psychedelic Rock Festivität in Kamen

Musikalische Früherziehung ist eines der wichtigsten Aufgaben jeder Eltern. Dank meines Vaters wurde ich sehr früh schon mit den wunderbaren Heros der 70`er Jahre beschallt. Mein Vater ein großer Pink Floyd Fan und alter Hippie sozialisierte mich mit seiner musikalischen Leidenschaft für psychedelische Rockmusik. Damals war ich zwar interessiert, aber ich hatte noch viel anderen Klamauk im Kopf. So freue ich mich immer riesig den ganzen alten Scheiß aus den 60`er und 70`er zu hören.

So nahmen wir den bescheidenen Weg mit riesiger Vorfreude zu unseren neuen Freunden nach Kamen. Und zack waren wir in der Zeitmaschine zurück in die 70´er. Erinnerungen an diese wunderbaren Musikjahre kamen mit allerlei Songs a la Jimmy Hendrix, Pink Floyd, The Doors, Jefferson Airplane und co. und schossen vorm imaginären Auge herum. Wenn man sich in einer der kreativsten, mit den meisten produziertesten Hits Musikjahrzehnt annimmt gewinnt man immer sein Publikum. Und auch so trug es sich zu an diesem jenen Abend in Kamen im JKC. Dennoch ein bitterer Wermutstropfen überschattete den Abend. Es fehlte leider an massenhaft tobender Menge. Ihr habt definitiv die beste Show des Monats verpasst. Ein Sammelsurium an begnadeten Musikern stand da oben:CLA_3057

Zum Auftakt waren “Zen Trip” zugegen.”Zen trip” ist eine “psychedelic Kraut-trip-60’s-rock” Kombo aus Dortmund. Die Darbietung war allerdings deutlich in den den Schatten zu stellen, wenn man bedenkt was danach auf der Bühne passierte. Grundsätzlich sind Effekte täglich Brot in der psychedelisch anmutenden Rockmusik. Aber man bedenke weniger ist mehr. “Zen trip” überladen ihr gesamtes Soundset mit Effekten. Wer auf ausuferndes Soundgelage steht ist genau richtig bei den Dortmundern. Technisch gesehen war das kein Meisterwerk. Da flogen einem die Effekte nur so um die Ohren: schallende Stimmverzerrung mit peitschenden Gitarrenriffs a la Jimmy Hendrix auf Marihuana. Auch wenn die Jungs mich nicht musikalisch in ihren Bann gezogen haben, ist ihre Liebe zur Musik und die Leidenschaft Musik zu machen unverkennbar.

Aber was danach kam war Oberaffenturbogeilomato. “Dead Man`s Eyes” aus Köln verzauberten

CLA_3219durch ihren grandiosen Sound die bescheidenen Räume des JKC und dann noch die beste im Sound gebettete Leadstimme von Peter Engel macht den psychedelic Sound komplett. Die Kölner Peter Engel; Simon Reichelt, Robin Hertner, Simon Mead und Nima Davari, hauen einen Gitarrensound raus, der Wahnsinn ist. Mir fallen da nur Superlative ein. Simon Mead übernahm den einen oder anderen Song bescheiden und grandios zugleich erinnert mich seine Stimme an die Beatles. Spitzt die Ohren und hört mal rein was die Jungs geniales fabrizieren. Mädels, ihr hättet Eure Schlüpper auf die Bühne geworfen, aber ihr hattet ja mal wieder anderes zu tun.

Im Übrigen finde ich die beiden Bandnamen  “Dead Man`s Eyes” und “No Man`s Valley”  wären IMG_1624auch grandiose Westentitel. Und zack sind wir auch schon beim Headliner: No Man`s Valley. Alex hatte sich so sehr auf die Jungs gefreut und war mehr als begeistert. Bäms, die Performance von Frontrampensau Jasper war beeindruckend. Er hauchte seine unfassbar abwechslungsreiche, unverkennbare Stimme in ein sogenanntes “Elvis Mikrofon”. Die fünf aus Horst in den Niederlanden bezeichnen ihren Sound als  “psychedelic organ-infused-wave-rock”, gesprenkelt mit Blues Einflüssen würde ich noch hinzufügen. Typisches Merkmal ist das gern eingesetzte Megaphone von Jasper. Stimmlich ergibt das einen metallischen Sound und vor allem einen typischen No-Man`s Valley-Sound. Die Jungs sind unglaublich virtuos, es machte einen Riesen Spaß den fünf beim performen zuzuschauen und vor allem natürlich zuzuhören. Aber überzeugt euch mal selbst und hört rein:

 

Und am Ende dieses famosen Abends gingen wir glücklich und elektrisiert von der großartigen Musik , die uns in intimer Atmosphäre um die Ohren gehauen wurde, nach Hause. Dennoch waren wir etwas enttäuscht, und das nicht von den Veranstaltern oder den Musikern, den anderen die auch zuguckten und sich erfreuten, nein wir waren enttäuscht von euch da draußen. Geht mehr auf Konzerte!