Fotogalerie: Russian Circles mit This Will Destroy You

Zwei Post-Rock Giganten im Konzert.

“Russian Circles” im Grammatikoff? Direkt um die Ecke? Das kann man sich einfach nicht entgehen lassen. Also Kamera eingepackt und los!

ADSC_1348_klls Support ist “This Will Destroy You”, ebenfalls eine Post-Rock Truppe, am Start. Zwei mal Post-Rock, der unterschiedlicher nicht sein könnte. Während “This Will Destroy You” eher atmosphärisch und effektgeladen ist, gibt es bei “Russian Circles” direkt auf die Zwölf. Und das ziemlich geradlinig. Der Laden ist ausverkauft und man wartet gespannt auf die Show.

“This Will Destroy You” ist mir schon mal hier und da begegnet, interessant anzuhören und erinnert mich an “Explosions in the Sky”. Könnte auch Filmmusik sein. Ich muss allerdings gestehen, dass es Live nicht sehr überzeugend war. Die Songstruktur wird schnell durchschaubar – nach längeren ruhigen Passagen wird irgendwann die Zerre in die Gitarren gehauen, so dass es einem die Ohren wegfetzt. Das fast nicht vorhandene Licht (der Gitarrist und der Basser treten mit Stirnlampen auf – gefühlt die einzigen Lichtquellen im Raum) sorgen dafür, dass man sich am Bier festhalten muss um nicht von einen der heftigeren Parts weggeweht zu werden oder in den ruhigen Passagen einzuschlafen.

IMG_0143_kl“Russian Circles” macht in meinen Augen so ziemlich alles besser. Es geht mit “Deficit” (Memorial) los – mächtiger, klarer Sound. Genau das richtige Maß zwischen Effekteinsatz und einem Gitarrensound, der als solcher noch zu erkennen ist. Drummer Dave Turncrantz demonstriert eindrucksvoll, dass es für einen fetten und abwechslungsreichen Beat nicht zwingend ein Drumset braucht, hinter dem man den Trommler nicht mehr erkennen kann.

Die Demontage der Halle geht mit “309” (Empros) und “Harper Lewis”, von meinem Lieblingsalbum der Band “Station”, weiter. Es ist bemerkenswert, wie Gitarrist Mike Sullivan den Looper einsetzt um weitere Gitarrenspuren in den Song einzubauen. Der krönende Abschluss eskalierender musischer Virtuosität mündete in den letzten Akkorden von “Geneva”, “1777”, “Mladek” und “Young Blood”.

Insgesamt ein sehr gelungener Abend mit zwei sehr unterschiedlichen Bands und großartiger Musik und Nähe zu den Künstlern!

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