Tarja – The Brightest Void

Album-Review ***

Tarja, die wohl bekannteste Sirene aus Finnland, präsentiert uns mit “The Brightest Void” das Prequel zu dem im August erscheinenden Album “The Shadow Self”. Der musikalische Stil der Scheibe geht mehr in Richtung Rock/Metal, dabei werden symphonische Elemente dezenter eingesetzt. Das Ergebnis kann man als “Sie hat sich stets bemüht” bezeichnen. Man sollte ja bekanntlich immer ein wenig Raum für Verbesserungen lassen. Eine Kostprobe liefert die Single “No Bitter End”.

tarjaDass eine Künstlerin nicht das ganze Pulver für ein Prequel verschießen würde, war zu erwarten. Doch nennen wir das Kind einfach beim Namen. “The Brightest Void” ist eigentlich eine EP mit zusätzlichen Tracks. Ich benenne diese Tracks an dieser Stelle einfach mal als “die B-Seiten Entourage”. Kennt Ihr die Art von Songs mit denen man einfach nie warm wird, auch wenn man sich diese 100 mal anhören würde? Bingo!

Die Scheibe versprühte beim Durchhören leider zu selten diese magischen Momente, die ich mit Tarjas begnadeten Gesang und Stimme verknüpfe. Das ist natürlich vom persönlichen Geschmack des Zuhörers abhängig. Aber mal ehrlich, trotzdem ein Feature mit Chad Smith [Red Hot Chili Peppers] im Song “Eagle Eye” zu hören ist, ist der herausragende mehrstimmige Gesang in dem Song definitiv eins der seltenen Highlights. Wer da trommelt ist dann doch eher nebensächlich.  “Your Heaven and Your Hell” mit Michael Monroe ist ebenfalls ein starker Track, der allerdings genauso auch ohne Tarja funktionieren würde. Mein persönlicher Höhepunkt ist schließlich “Paradise” , ein Lied mit “Within Temptation” aus dem Jahr 2013. Zu erwähnen wäre da noch das Cover von “Goldfinger”, welches ursprünglich von Shirley Basel interpretiert wurde.

Am Ende stellte ich mir die Frage: War das wirklich nötig? Die besten Tracks dieser EP hätten man besser auf dem kommenden Album untergebracht und die Entourage einfach zuhause gelassen. Aber denken wir einfach positiv. Auf dem kommenden Album war einfach kein Platz, da es bereits mit zu vielen guten Songs gefüllt wurde.