
Neben der musikalischen Faszination für allerlei Künstler:innen, Projekte und alles, was dazwischen liegt – wir von Zimmerlautstärke mögen die Einsortierung in Genres eh nicht so –, gilt meine Begeisterung ebenso der Gestaltung von Alben-Covern. Allein deswegen lohnt sich meines Erachtens schon der Erwerb der Vünil-Auflage (sic) und ist in jedem Falle einer CD-Veröffentlichung vorzuziehen. Das haptische Erlebnis, gepaart mit faszinierendem Artwork, ist für mich schon immer große Kunst.
Nicht verwunderlich, dass meine Lieblings-Cover im häufigen Wechselspiel ihren Weg in einen eigens angeschafften Bilderrahmen finden und die eigenen vier Wände verschönern. Zur Veröffentlichung von „Conversations Of Hope“ des Trios 3Elements möchte ich an dieser Stelle auf einen wunderbaren Einblick in das Schaffen von Oli Bentley verweisen. Das formidable britische Edition Records Label weist ihn als Haus-und-Hof-Artwork-Designer aus, wenn ich so sagen darf. Den passenden Einblick finde Ihr hier.
Ein Satz ist mir hierbei nachhaltig hängen geblieben: „Jazz ist eine so unglaublich menschliche Musik, und in einer Welt der KI erscheint die Menschlichkeit noch kostbarer und wichtiger.“
Tatsächlich verliere ich mich nur allzu gerne in diesen Tagen: der Musik lauschend, das Cover in der Hand und den eigenen Gedanken nachhängend. Bisweilen wirkt ein Plattencover wie ein noch unbekannter Hafen – einer, der Gedankenanstöße und Herausforderungen bietet, die man gerne annimmt, und nicht zuletzt Heimat verspricht. Im Nu ist die Zeit verflogen, ein Album durchgelaufen, Bilder sind im Kopf entstanden und ich drücke mit Vorfreude auf Repeat.
Schöner ist dann nur die Freude und Begeisterung für das Entdeckte zu teilen.
