Fotos: Toundra – Jungle Club (Köln, 16.5.2018)

Wir trotzen dem Sturm und machen uns auf nach Köln, um Tounda zu sehen.  Trotz der heftigen Regenfälle, ist das “Jungle” schon früh gut gefüllt und fühlt sich ähnlich tropisch an, wie der Name es schon vermuten lässt.

Vor dem Club fällt als erstes ein “Freak Valley” Bus ins Auge. Kurz durchgeschnauft – “Russian Circles” spielen dort, leider ergibt sich diesmal keine Gelegenheit sie zu sehen. Aber halt, wir sind wegen Toundra hier. Den Anfang machen aber die Jungs von Green Orbit. Es geht ohne Schnörkel und Ansagen direkt los. Die Musik lässt sich als rockigen Psychodelic oder Stonerrock bezeichnen. Es gibt viele Wechsel zwischen ruhigen und lauten Passagen. Die Dynamik gefällt und das Set wird zum Ende hin immer atmosphärischer. Insgesamt ein solider Auftritt, ohne eine einzige Ansage oder Publikumsinteraktion.

Nach einer kurzen Umbaupause geht es mit Toundra weiter. Das neue Album “Vortex” im Gepäck. Oh Mann! Was für ein fetter Sound! Die Musik ist geprägt von melancholischen Parts, die sich immer weiter aufschaukeln und in einer Riffexplosion münden. Die Band reißt das Publikum komplett an sich, keiner steht still. Ich bin besonders von der Arbeit an den Drums von Álex Pérez beeindruckt. Die absolut sauberen und präzise Basedrumattacken verleihen dem Ganzen das letzte Quäntchen Druck.

Wem “Long Distance Calling”, “Caspian” oder “Russian Circles” ein Begriff ist, wird sich bei “Toundra” perfekt aufgehoben fühlen. Eine energiegeladene Show, die den gesamten Laden mitreisst und implodieren lässt ist hier garantiert! Ich bin immer noch begeistert und werde mir in Zukunft keine Gelegenheit entgehen lassen, die vier Spanier live zu sehen.